Hashtagrecherche bei Instagram – mehr Abonnenten durch passende Schlagwörter

Instagram (IG) ist längst nicht mehr nur die Plattform, auf der du Fotos vom letzten Mittagessen teilen kannst. Auch deinem Unternehmen bietet die beliebte Social-Media-Plattform einen echten Mehrwert. Etwa 300 Millionen Nutzer tummeln sich täglich auf Instagram, von denen ca. 60% angeben, gezielt nach dem Account eines Unternehmens zu suchen. Studien zeigen außerdem, dass die Engagementraten (Interaktionsraten) auf Instagram um einiges höher sind, als in anderen sozialen Medien. Da Bilder eine direkte Kommunikation zwischen Nutzer und Marke schaffen, ist es von hoher Wichtigkeit, dass deine Posts hochqualitativ und authentisch sind, damit sich potentielle Kunden schnell mit deinen Produkten verbinden. Neben guten Bildern spielt auch die Wahl der Hashtags eine wichtige Rolle für deinen Instagram-Erfolg.

Was sind Hashtags?

Als Hashtags (#) bezeichnet man Schlagwörter, über die deine Beiträge in der Suchfunktion von Instagram erscheinen. Dein Content wird so von neuen Nutzern und potentiellen Followern leichter gefunden.

Dadurch kann sich die Reichweite deines Accounts erheblich verbessern. Eine Studie von Simply Measured ergab, dass Posts mit mindestens einem Hashtag eine 12,6% bessere Performance erzielen als Posts ohne Hashtags.

Eine Mischung aus ansprechenden Bildern und dem gezielten Einsatz von Hashtags entscheidet also über den Erfolg deines Instagram-Accounts. Die Suche nach passenden Hashtags wird jedoch oft auf Grund des hohen Zeitaufwandes vernachlässigt. In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du das Potential der Hashtag nutzt und wie du am geschicktesten nach passenden Hashtags suchst.

Warum du Hashtags recherchieren solltest

Hashtags funktionieren ähnlich wie Keywords in der Suchmaschinenoptimierung. Bei SEO reicherst du deine Texte mit Keywords an, sodass sie bei Google zu diesen Keywords besser ranken. Ähnlich vielseitig, aber trotzdem produkt- und zielgruppenorientiert sollten auch die Hashtags unter deinen IG-Posts sein. Einfach zum Beispiel deinen Firmennamen unter ein Bild zu posten reicht also nicht aus, um deine Reichweite zu verbessern.

Ist deine Zielgruppe überwiegend deutschsprachig, solltest du auch deutsche Hashtags verwenden, auch wenn es viel einfacher ist, gute englische Hashtags zu finden. Deutsche Hashtags sind in zweierlei Hinsicht sinnvoll:

  1. Du sprichst deine Zielgruppe gezielter an und kannst länderspezifische Themen besser abdecken.
  2. Die englischen Hashtags weisen oft ein zu hohes Postvolumen auf. So geht dein Post mit diesen Schlagwörtern innerhalb weniger Sekunden in der Masse unter. Denn wie auch in der SEO gilt: Je bekannter das Wort ist, desto schwerer ist es, dazu zu ranken. Du solltest deswegen ganz genau hinschauen, welche Hashtags du unter Ihren Post setzt, damit sich deine Mühe auch lohnt. Im Umkehrschluss solltest du, genau wie bei den Keywords auf deiner Website, nach den passenden Hashtags recherchieren.

Hashtags recherchieren – so geht’s

Es gibt viele Möglichkeiten, die passenden Hashtags für dein Bild zu finden:

Sich an Wettbewerbern orientieren

Schau bei großen und bekannten Marken mit vielen Followern nach, welche Hashtags diese benutzen. Mit relativ großer Wahrscheinlichkeit werden sie professionelle Hashtagrecherche betreiben und wissen, was wirklich etwas bringt. Das bedeutet nicht, dass du die Markenhashtags und Hashtags mit einem hohen Postvolumen übernehmen sollst. Im Gegenteil. Tust du das, konkurrierst du auch direkt mit den großen Marken. Versuche stattdessen, speziellere, auf deine Produkte abgestimmte Hashtags bei den Konkurrenten zu finden und eigene Markenhashtags zu etablieren. Zum Beispiel durch Gewinnspiele, bei denen deine Follower ein von dir ins Leben gerufenes Hashtag verwenden.

Suche über die Instagram-App

Suchst du bei Instagram Hashtags, werden dir ähnliche, zum Thema passende Hashtags vorgeschlagen – so findest du passende Hashtags mit dem Schneeballeffekt. Mit den nachfolgenden Fragen kannst du dir deine Hashtags erarbeiten:

  • Gibt es diesen Hashtag bereits?
  • Wenn ja, mit welcher Beitragsanzahl? (Wie groß ist also die Konkurrenz?)
  • Welche Varianten von dem Hashtag gibt es bereits? Mit welcher Beitragsanzahl?
  • Wie wird der Hashtag eingesetzt? Welche Inhalte existieren dazu? Welche Personen nutzen ihn? (Dies lässt auch auf die Zielgruppe schließen bzw. diese genauer zu definieren.)
  • Wie ist die Aktualität des Themas? (Wann wurde das letzte Foto mit dem Hashtag gepostet? Dies ist vor allem bei Trends und Events wichtig. Ist das Thema, dass ich aufgreifen will, überhaupt noch aktuell?)
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Wenn man in der Instagram-Suche ein Hashtag wählt, werden ähnliche Hashtags vorgeschlagen, die dann wiederum zu weiteren Hashtags führen – wie ein Schneeballeffekt.

Allerdings sind die Hashtags nicht nach Popularität geordnet. Das heißt, sie müssen manuell auf ihre Verwendbarkeit geprüft werden.

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In der Instagram-Hashtag-Suche werden alle relevanten Hashtags zu dem Begriff aufgelistet, allerdings nicht nach Postvolumen sortiert.

 

Überlege, welche Hashtags die Zielgruppe sonst noch interessieren könnten

Neben Hashtags, die für deine Marke passend sind sowie thematisch zu dem im Foto dargestellten Produkt passen, solltest du dir überlegen, welche Themen sonst noch interessant für deine Kunden sein könnten. Wenn dein Unternehmen in der Modebranche tätig ist, können Hashtags zu Styling, Frisuren, Deko, etc. ebenso für potentielle Kunden sorgen. Dabei kannst du dich auch an weiteren Hashtags orientieren, die mit dem gesuchten Hashtag unter den ersten 9 Ergebnissen ranken. Vielleicht befinden sich darunter auch Schlagwörter, die für dein Projekt relevant sind.

Lokale Hashtags verwenden

Mit ortbezogenen Hashtags gibst du den Nutzern die Möglichkeit, Neues in der Nähe zu entdecken. Egal ob Städte oder Viertel, die für deine Marke relevant sind – es gibt zahlreiche lokale Trend-Hashtags.

Community Hashtags

Mit diesen Schlagwörtern machst du deine Verbindung zu bestimmten Gruppen deutlich und sprichst Menschen mit den gleichen Interessen an. Unter #fashionblogger_de findest du beispielsweise viele Modebegeisterte.

Wie du siehst, kann die Recherche sehr zeitaufwendig sein. Es gibt leider kein Tool, das dir die Arbeit abnimmt. Websites mit Gratis-Tools und Apps sind oft veraltet und in der Regel fehlt eh die Relevanz zu deinem Unternehmen. Vor allem am Anfang können dir Websites wie tagboard.com und displaypurposes.com und Apps wie Magnify, Tagomatic, Letstag oder Tagsforlikes eine Starthilfe bei der Recherche geben. Von follow4follow oder sämtlichen anderen Bot automatisierten Apps ist allerdings abzuraten. Mit diesem erhältst du nur leere Likes und Follower, die keine Kunden für dein Unternehmen werden.

Hashtags überprüfen – worauf du noch achten solltest

Du hast produkt- und zielgruppenorientierte Hashtags gefunden? Damit ist deine Arbeit leider noch nicht ganz getan. Bevor du Hashtags verwendest, solltest du einige Aspekte nachprüfen:

„Dubiose“ Tags

Einige Hashtags werden für dubiose Inhalte „missbraucht“, mit denen du sicherlich nicht in Verbindung gebracht werden willst. Das Problem: Diese Tags lassen sich oft gar nicht so einfach ermitteln, denn sie sind in der Regel nicht offensichtlich „falsch“. Taucht dein Bild unter diesen Hashtags auf, kann dein Image darunter leiden. Außerdem können betreffende Hashtags von Instagram gesperrt werden. Postest du ein Bild mit einem solchen Hashtag, wirst du nicht etwa gewarnt. Allerdings ist dein Bild über diesen und keinen deiner anderen Hashtags zu finden – es wird zur Leiche im Instagram-Bilderpool. Prüfe also immer nach, welche anderen Bilder unter einem Hashtag gepostet werden und kontrolliere Hashtags, die du öfter verwendest, regelmäßig auf eventuelle Sperrungen.

Postvolumen

Eine weitere entscheidende Rolle spielt das Postvolumen eines Hashtag. Es ist ähnlich wie bei Keywords: Je mehr Beiträge unter einem Hashtag gepostet werden, desto aktiver ist es. Das Postvolumen beschreibt dabei die absolute Summe der Posts mit diesem Hashtag. #love  ist der größte Hashtag mit 1,4 Billionen Beiträgen. Bei so einem allgemeinen Hashtag langfristig unter den beliebtesten Bildern zu ranken ist nahezu unmöglich. Nutze also lieber Nischenhashtags und sogenannte Longtail-Hashtags (um bei dem Beispiel zu bleiben #loveneverdies mit 162.000 Beiträgen), die deine Zielgruppe direkter ansprechen, als die großen, generischen Hashtags. Bei kleineren Nischenhashtags hast du außerdem eine höhere Chance, unter die ersten Plätze in den beliebten Beiträgen zu kommen, was die Engagement-Rate deiner Posts erheblich erhöhen kann.

Achte bei deinen Hashtags – vor allem in der Anfangszeit – also darauf, dass das Postvolumen der verwendeten Hashtags in etwa zwischen 10.000 und 500.000 liegt. So geht dein Foto nicht so schnell in der Masse unter, das Thema ist aber trotzdem bekannt und wird gesucht. Je nachdem, wie schnell dein IG-Profil wächst, kannst du dann auch populärere Hashtags ansteuern.

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Obwohl dieser Account bereits mehrere hundert Follower hat, bekam der Post nur 5 Likes. Die Hashtags waren wohl zu generisch und sind in der breiten Masse untergegangen, d.h. fast niemand hat den Beitrag gefunden.

Welcher Hashtag zu allgemein ist, hängt von der Profilstärke ab (Anzahl der Abonnenten, Interaktions-Rate u.ä.). Je bekannter ein Profil, desto besser funktionieren auch allgemeine Hashtags.

Hashtags ordnen und überarbeiten

Die Recherche von Hashtags ist als Prozess zu verstehen, der mitunter sehr zeitaufwendig ist. Damit du nicht bei jedem Post neue Hashtags recherchieren musst, lege dir die passenden Schlagwörter am Besten in Clustern und Unterkategorien an und speichere sie. So hast du immer einen Pool an Hashtags bereit und kannst sie einfach in deine Posts kopieren.

Dieser Hashtag-Pool sollte jedoch fortwährend überarbeitet und erneuert werden. Beobachte langfristig, welche Hashtags für dich funktionieren und viel Engagement erzeugen und welche nicht. Ferner solltest du deine Hashtags nicht nur auf unangebrachte Inhalte und eventuelle Sperrungen, sondern auch das Postvolumen kontrollieren. Es gibt viele Hashtags, die unerwartet viral werden, und deswegen für kleinere Profile nicht mehr nützlich sind. Dies kann zum Beispiel saisonal passieren (etwa in der Weihnachtszeit) oder wenn ein neues Produkt plötzlich ganz angefragt wird.

Viele Unternehmen entschließen sich aufgrund des hohen Zeitaufwandes, die Hashtag-Recherche in externe Hände zu geben. Hier springt ISA Media für dich ein. Egal ob Keywords oder Hashtags – wir übernehmen die hashtagrecherche gewissenhaft für dich und behlaten alles im Auge.

Wie postet man Hashtags?

Bzw. wo postet man Hashtags? In dem Beitragstext? In den Kommentaren?

Wichtig ist zunächst, dass dein Profil nicht privat, sondern öffentlich ist. Sonst können nur deine Follower deine Bilder bei der Suche sehen. Unter „Optionen“ und „Konto ändern“ kannst du diese Einstellung jederzeit anpassen.

Instagram erlaubt maximal 30 Hashtags unter jedem Bild. Überschreitest du diese Anzahl, wirst du abermals nicht gewarnt, sondern das Bild erscheint ohne Bildunterschrift. Gerade am Anfang gilt: Je mehr Hashtags, desto besser, um mehr Interessenten anzusprechen und somit mehr Follower zu generieren. Studien belegen, dass mehr Hashtags zu mehr Engagement führen. Allerdings können zu viele Hashtags auch schnell wie Spam wirken. Wenn dein Profil schon bekannt ist, reichen daher 15 bis 20 Hashtags aus.

Die wichtigste Frage ist, ob die Hashtags in der Bildunterschrift oder erst in den Bildkommentaren gepostet werden sollten.

Es gibt drei Möglichkeiten, Hashtags zu posten:

  1. Die Hashtags werden in der Bildbeschreibung gelistet und durch Leerzeilen, Punkte oder Emojis optisch getrennt. Die Hashtags sind direkt nach dem Posten über die Suche zu finden, allerdings sieht diese Lösung eher wenig ansprechend aus.

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    Hashtag-Liste im Bildunterschrift-Bereich. Ästhetisch nicht optimal.

  2. Die Hashtags werden im ersten Kommentar gelistet, was sauberer aussieht. Diese Methode hat jedoch einen erheblichen Nachteil: Jedes Foto wird von dem Instagram-Algorithmus in dem Moment des Postings sofort erfasst und in das Ranking eingeordnet. Wird ein Foto zunächst ohne Hashtags gepostet, beeinflusst dies entsprechend das Ranking des Fotos negativ, da bei dem Einfügen der Hashtags in den ersten Kommentar einige Sekunden vergehen. Halte für diese Variante auf jeden Fall deinen Hashtag-Pool bereit.

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    Eine lange Hashtag-Liste ist im sichtbaren Bereich nicht zu finden. Diese taucht erst im Kommentarbereich auf. Der einzige Grund ist die bessere Optik.

  3. Zwei bis drei Hashtags, die ideal zum jeweiligen Bild passen, werden am Ende der Bildbeschreibung gepostet. Die restlichen Hashtags kommen in den ersten Kommentar.

Auch in die Instagram Stories lassen sich Hashtags integrieren. Gib deine Hashtags einfach in das Textfeld ein. Sie sind dann sogar versteck. In deiner Biografie kannst du durch Hashtags Statements setzten, um deine Community anzusprechen. Diese Hashtags werden jedoch nicht in der Suche ausgespielt.

Die Bedeutung der Hashtagrechere und von IG generell solltest du nicht unterschätzen. Hast du selbst keine Zeit, deine Instagram-Posts zu optimieren, helfen wir dir gerne. Schick uns einfach eine Anfrage über unser Kontaktformular.

Autoren: Melinda & Caro

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