Seit gestern gibt es in den Webmaster-Tools von Google einige Neuerungen. In erster Linie wurde die Tabelle für die häufigsten Suchanfragen grundlegend überarbeitet und durch zusätzliche, umfangreiche Informationen deutlich aufgewertet. Das vorher recht magere Webmaster Tool zeigt nun nicht nur mehr Keywords als früher, sondern auch die dazugehörigen Klickraten und Platzierungen zu den einzelnen Keywords in den Suchergebnissen (SERPs).
Des Weiteren lassen sich die Daten nun explizit filtern bzw. eingrenzen. Man kann Daten mit Lokalisierung darstellen lassen, also auswählen aus welchem Land die Suchanfragen kamen, um das landestypische Such- und Klick-Verhalten besser analysieren zu können. In einem Dropdown-Menü lassen sich die unterschiedlichen Länder, z.B. Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande und einige mehr einstellen. Eine weitere Eingrenzung zu Suchbereichen- / Suchtypen lässt sich auch einstellen. So lässt sich beispielsweise filtern, ob die Treffer in der Bildersuche, der Suche per Smartphone, über das mobile Internet oder eben per Web-Suche in den Ergebnissen auftauchten. Durch die Angabe der genauen Zeiträume, lassen sich besondere Ereignisse genauer eingrenzen und analysieren.
Die Datensätze in den 4 Spalten lassen sich auf- und absteigend sortieren. So lassen sich Impressionen, Click Through Rate (CTR) als Anzahl der Klicks oder in Prozent sortieren. Beim Klick auf die einzelnen Keywords, erhält man weiterführende Informationen wie Positionen in den Suchergebnissen, welche Seiten wie häufig eingeblendet wurde und die dazu passenden Click Through Rates.
Für die Visualisierung der Daten greift Google auf das altbewährte Liniendiagramm zurück, das wir bereits aus Google Analytics kennen. Dort werden die beiden Werte: Impressions vs. Clickthrough sehr schön dargestellt und man weiß mit einem Blick, wo man steht und ob es gravierende Änderungen gibt.
Die Gegenüberstellung der GWT-Daten mit Analytics, ergab bei identischen Parametern eine Abweichung von knapp 11%, wobei die Keywords zu 100% übereinstimmten. Es kursieren Berichte in der Blogosphäre, dass Daten zum Teil Differenzen von bis zu 70% aufweisen. Es stellt sich also die Frage, ob Google in diesem Fall absichtlich dezent verwässerte Daten liefert, ob es an der erst sehr kurzen Laufzeit der Erweiterung liegt oder ob eine genauere Datenerhebung aufgrund vieler Stolpersteine (Manipulierbarkeit, automatisierte Zugriffe durch Bots und diverse Tools, Scriptblocker usw.) – wie bei SEOmoz aufgezeigt - einfach nicht möglich ist, bessere Daten zu liefern, bleibt abzuwarten.
Aus SEO-technischer Sicht sind diese Daten dennoch sehr interessant. Lässt sich so doch noch einiges mehr über das Klickverhalten der Suchenden erfahren, um Optimierungsmaßnahmen noch effizienter planen und durchführen zu können. Auch werden SEOs und Webseitenbetreiber nach einiger Zeit Werte aus dieser Quelle fürs Benchmarking verwenden können.




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