Plazes schlägt StudiVZ

In Zeiten von Web 2.o ist die Reputation eines Unternehmens ein wesentlicher Marketingfaktor. Dies bildete nun für ethority die Grundlage einer Studie zu über deutsche Startups. Die Analyse von 17.700 Äußerungen in Foren und Blogs ergab die meisten positiven Äußerungen über Places und Qype sowie die meisten negativen zu StudiVZ.Die Studie von ethority basiert auf ihren Crawler und einer Klassifizierungstechnologie zur qualitativen semantischen Auswertung  von Usermeinungen. Was auf den ersten Blick wie eine gute Darstellung der Leistungsfähigkeit der Tools von ethority wirkt und auf die Leistungsfähigkeit des Unternehmens im Reputation Management hinweisst wirkt auf den zweiten Blick eher negativ für das Unternehmen.  Für einen quantitativen Vergleich der positiven oder negativen Äußerungen über ein Webprojekt sehe ich als Axiom einen vorgeschalteten Abgleich des Bekanntheitsgerades der Projekte. Und die Verhältnismäsigkeit der Bekanntheit sollte entsprechend in die Studie integriert werden. Aktuelle Vorkommnisse sind ebenso ins Verhältnis zu Zeitfaktoren (Unternehmensbestand) zu setzen und in einer Untersuchung zu berücksichtigen.

Mit anderen Worten: Bei einer Studie wie der vorliegenden sollten Userzahlen der Projekte mit berücksichtigt werden, denn StudiVZ 2005 gegründet und mit 11 Millionen Mitglieder wird verglichen mit Qype  2006 gegründet und 3 Millionen Mitglieder. Diese Grunddaten zusammen mit dem “Copy” Vorwurf, dem Managementwechsel und der Art der Monitarisierung zeichnen logischerweise ein negativeres Bild für StudiVZ.

Diese Grundsatzüberlegungen führen mich zu einer gänzlich anderen Bewertung der Studie: Ungenaue Ergebnisse durch stark eingeschränkte Betrachtungsweise.

Dennoch muss die Quantität der negativen Äußerungen beachtet werden, und über ein Reputation Management könnte eingesteuert werden um daraus keine negativen Geschäftsentwicklungen werden zu lassen

Ich möchte keinesfalls als ein Anwalt von StudiVZ verstanden werden. Es geht mir nur um Analysen, die zu folgerichtigen Schlüssen führen.

StudiVZ hat deutliche Probleme und vielleicht ist es “tröstlich”, dass nur wenige Social Communities entsprechende Umsätze machen. Selbst Global Player wie Google ist mit youtube noch nicht in den Bereich des Verdienens gekommen und Yahoo ergeht es mit Flickr nach meiner Meinung ähnlich. Daher ist StudiVZ in guter “Gesellschaft”.

Weitere Themen:
Trend zu längeren Suchphrasen – Trends in der Nutzung von Suchmaschinen

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2 Responses to “Plazes schlägt StudiVZ”


  1. 1 Andre

    Also ein “Vorbild” hatte Qype auch: yelp.com – Es ist zwar nicht ganz so deutlich wie bei StudiVZ und Facebook aber dennoch klar und deutlich.

  2. 2 Ingo

    Nicht alles was neu ist bringt auch Geld…. woran das liegt mag ich nicht sagen können…. jedenfalls ist es ein langer Weg bis die Firmen damit Gewinn machen und so manches Unternehmen hat den Weg nicht geschafft…

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