Nachrichten für Google optmiert

Ein interessanter Beitrag, den Holger Schmidt von der FAZ da verfasst hat, über Google und die Bestrebungen der Newspublisher, eben dort gut gelistet zu sein. Aufgrund ihrer Abhängigkeit von Werbeeinnahmen sind die Online-Ableger der großen deutschen Zeitungen heute mehr denn je darauf angewiesen, Interessierte auf ihre Angebote zu locken. Um sich in dem immer größer werdenden Pool an Nachrichtenanbietern behaupten zu können, ist es daher auch für renommierte Online-Magazine unumgänglich, Suchmaschinenoptimierung zu betreiben.

Interessant ist hierbei nicht der Fakt an sich, sondern vor allem das Beiwerk. Jens Trapp, seinerseits für Google Nachrichtensuche verantwortlich, gibt einen netten Einblick in die Vorgehensweise des Google Algorithmus‘.

Und auch wenn unterm Strich nichts wirklich Neues herauskommt, ist es doch immer wieder schön, eine offizielle Bestätigung zu bekommen. Schnelligkeit und Einzigartigkeit in einem plausiblen semantischen Rahmen sind wichtiger als dicht gedrängte Keyword-Wüsten.

Doch was sich zunächst nach einem Win-Win-Szenario anhört, birgt auch Risiken, so Heiko Eckert von Bigmouthmedia. Denn wenn es Autoren zum Nachteil gereicht, blumige Synonyme zu erfinden und stattdessen das relevante Keyword immer und immer wieder zu wiederholen, würde das irgendwann zu einer Verarmung der deutschen Schreibkultur führen.

Wäre doch zu schade, wenn für ein gutes Ranking statt „Torwarttitan“, „Rekordkeeper“, „Ex-Bayer-Kapitän“ oder „ZDF-Fußballexperte“ ständig nur „Oliver Kahn“ geschrieben würde.

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2 Responses to “Nachrichten für Google optmiert”


  1. 1 chrizz

    Schöner Artikel – Allerdings denke ich wird es auch in den News weiterhin Synonyme wie Torwarttitan usw. geben… Immerhin steht ja noch das Buzzword LSO im Raum. Damitz sollte Google eigentlich auch in der Lage sein, dass im Zusammenhang zu sehen… Aber sicherlich werden bis dahin nochmal viele anderen Änderungen am Algorhytmus vollzogen werden… Ich sag mir immer: Wenns für den User gut ist, kanns für Google nicht schlecht sein (technisches Handwerk, wie im Artikel angesprochen nactürlich vorausgesetzt)…

    beste Grüße aus Berlin,
    Chris

  2. 2 Radicke

    Ich sehe das Risiko nicht, denn die Redakteure werden nicht plötzlich völlig anders schreiben, bzw. man kann und muss Wege finden, die man für Nutzer und Maschinen gleichermassen anständig schreiben kann.

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