Abmahnung wegen Adsense Integration

Wie auf die-topnews.de zu lesen ist dem Betreiber des Projektes eine entsprechende Abmahnung zugegangen wegen eines Berichts über ein Casting des Unternehmens C&A. Die Begründung für die Abmahnung liegt darin, dass im Bericht über das Casting “Intellitxt- sowie Google Adwords Kunden gegen Entgelt den Zugriff auf unsere Internetseite gewährt” wurde. Was bei dieser Abmanhung wohl nicht bedacht wurde ist die Reaktionsmöglichkeit der Online Community und die logischen Konsequenzen dieser Aktion.

Der Spiegel berichtete am 4.2.2009 über ein Anwaltsschreiben welches an netzpolitik.org erging, weil die Rechtabteilung der Bahn durch eine Veröffentlichung auf netzpolitik.org Betriebsinterna in Gefahr sahen. Ziel des Anschreibens sollte sein eine Verbreitung der brisanten Informationen zu verhindern. Jedoch reagierte die Online Community wie auch schon früher auf solche Vorgänge. Auf zig Blogs und Webseiten wurde erst durch das Anschreiben der Rechtsabteilung motiviert der Vorgang diskutiert. So erreichte die Bahn genau das Gegenteil vom eigentlichen Ziel und erzeugte zusätzlich noch einen Imageschaden. Da es bereits schon andere versuchten “mit Kanonen auf Spatzen zu schiessen ” hätte die Rechtsabteilung wissen können, wie dies ausgehen könnte.

Nun versucht C&A über Ihre Anwaltskanzlei in gleicher Art Einfluß auf die Berichtseratattung durch die-topnews.de zu reagieren. Ich wette, dass dies ebenso nach hinten losgehen wird und ein Imageschaden für die C&A entsteht.

Es wird jedoch erst richtig spannend, wenn man sich die Begründung und Auswirkungen des Anschreibens der C&A Anwälte ansieht. In der Konsequenz ist Googles Adsense Geschäftsmodell damit stark beschnitten und auch andere Anbieter von Contextualer Werbung müssten Ihr Angebot einstellen bzw. umbauen. Von den Anwälten wird angemahnt, dass Werbung anderer Firmen über Adsense und Intellitext in Zusammenhang mit der Berichterstattung erfolgte. Dies ist jedoch die typische Art der Integration dieser Werbeformen und die Anwälte müssten in der Konsequenz Google abmahnen, da deren Technologie die Adsense Anzeigen von Mitbewerbern bei dem Artikel über Casting auslieferte. Doch es darf bezweifelt werden, dass die Kanzlei eine nRechtsstreit mit Google beginnen wird.

Was blebt als Konsequenz für de nBetreiber von “die-topnews.de” und ähnlichen publizistischen Webseiten?
Zuerst keine Berichterstattung über C&A… und vielleicht noch folgenden Unternehmen.
Abschalten der Adsense Integration bei Artikeln über solche Unternehmen.

Weiter wird noch angeführt, das die Kennzeichnungspflicht bei Intellitext Integrationen nicht ausreichend ausgefallen ist. Hier kenne ich die Bestimmungen nicht genau, kann mir aber nicht vorstellen, dass dieses Unternehmen sich nicht entsprechend beraten wurde bei der Erstellung ihrer Anzeigen.

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